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| "Das ist aber
süüüß" ....
Alle Fotos: Martin Angelstein |
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| Schafscherer
Bott bei seiner Arbeit...
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| "Mir ist kalt"
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| ".. und wir
müssen auch noch Wolle lassen"
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| Klaus Schönfeld
freut sich über das Interesse an den Schafen...
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| ...und fester
Bestand die Fachsimpeleien der "alten" Schäfer....
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| ...und dazu
gehört auch Willi Weißenberger aus Obermörlen....
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14.04.06 -
Lauterbach -
Es war heute - trotz hohem
evangelischen Feiertag - ein Wiedersehen wie bei einer großen Familie:
immer an Karfreitag trifft "man" sich im Schafstall bei Schloß Eisenbach
nahe Lauterbach, um die traditionelle Schafschur mitzuerleben, aber
gleichzeitig auch Lammbratwurst zu genießen und mit Fachsimpeleien sein
Wissen weiterzugeben. Einige hundert Menschen - viele nutzten das "durchwachsene
Wetter" dennoch zu einem Ausflug - werden es deshalb gewesen sein, die
sich heute zwischen 10 und 14 Uhr sozusagen "bei Familie Schönfeld"
trafen. Was früher aus praktischen Gründen mehr eine
Familienangelegenheit war, hat sich jetzt als fester Brauch in vielen
Jahren etabliert.
Schließlich bekommen auch die Besucher nicht oft die Gelegenheit, bei
einer "Massen-Schafschur" dabei zu sein: etwa 80 Mutterschafe
"Schwarzköpfe" und einige vorjährige Lämmer wurden in knapp
vierstündiger schweißtreibender Arbeit sehr professionell von Mario Pott
(Großenlüder-Bimbach) ihres wollenen Kleides "beraubt". Die Schafe
ließen diese Prozedur in relativ großer Ruhe über sich ergehen und
wurden von Helfern wieder in den Stall zurückgebracht. Hier verbleiben
sie einige Zeit, bis sie den Schock der Schur überstanden haben - und
die Wolle kann ja wieder nachwachsen. Die Schafschur brachte Klaus
Schönfeld ca. 350 Kilogramm Wolle ein, die er dann an einen Händler
verkaufen wird. "Viel gibt es allerdings nicht, so etwa einen 40 Cent
pro Kilo reichen kam zum Bezahlen des Scherers", erklärte Klaus
Schönfeld, der auch im Schafhalterverein Vogelsberg aktiv ist.
Vor dem über 420 Jahre alten Schafstall hatten sich zahlreiche Besucher
niedergelassen und ließen sich von den warmen Strahlen der
Frühlingssonne erwärmen. Am Grillstand gab's Rostbratwürstchen,
natürlich vom Lamm. Außerdem konnten die Besucher Lamm-Salami und
bemalte Ostereier sowie Lammfelle erstehen. An einem Info-Stand konnten
sich die Besucher über die Schafzucht in Hessen und im Vogelsberg
informieren und Rezepte für das Zubereiten von Lammfleisch erstehen.
Unter den Gästen waren Schäfer aus Rhön, Vogelsberg, dem Schlitzerland,
der Wetterau und es wurde naturgemäß gefachsimpelt. So sah man Kurt
Preisendörfer aus Schlitz im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Kurt
Wiegel und Schäfermeister Willi Weißenberger aus Obermörlen zeigte sich
sehr angetan von dieser Veranstaltung am Eisenbacher Schafstall. Und
eines ist sicher: spätestens am Karfreitag 2007 sehen sie sich dort auch
wieder. +++
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