Hütehunde faszinierten beim Tag des Schafes in Schlitz:

"Mit Schafen Landschaft pflegen und erhalten"

Schlitz (psb).
Ganz im Zeichen der Hütehunde stand der Tag des Schafes 2001, den der Vogelsberger Schafhalterverein am vergangenen Sonntag auf dem Gelände des Schlitzer Schäferhundevereins auf der Bleiche ausrichtete.

Zu Gast waren neben Friedrich Vollbracht, dem Vorsitzenden der hessischen Schafhalter, und seinem Stellvertreter Reinhardt Heinz auch verschiedene hessische Kreisvorsitzende. Nachdem Heinrich Elmshäuser, der Hessenmeister, bei einem Schauhüten mit seinen Hunden in faszinierenden Vorführungen die "Hohe Schule" demonstriert hatte, verging der Tag bis in den Nachmittag mit Schulungshüten der angereisten Profi- und Hobbyschäfer. Zu sehen waren vielfältige Hütehunderassen, vom Altdeutschen Schäferhund bis zum Boardercollie. Am Rande gab es Fachgespräche zwischen Schäfern und Hundezüchtern und eine Ausstellung von Gerätschaften für die Schafhaltung und Produkte vom Schaf. Stadtrat Manfred Michel und der Vorsitzende des Schlitzer Schäferhundevereins sprachen Grußworte. Der Vorsitzende des Vogelsberger Schafhaltervereins, Klaus Schönfeld, bedankte sich bei der Stadt Schlitz und dem Vorsitzenden des Schlitzer Schäferhundevereins, Horst Sitzmann, für die Gastfreundschaft. Der Schäfer, in diesem Fall die Brüder Preisendörfer, gehöre einfach zu einer kleinen Stadt und zum landschaftlichen Alltag. Es gebe auch in Schlitz eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und Schäfern. Schönfeld erklärte, für die Zukunft der Landwirtschaft und der Schäferei werde bedeutsam sein, wie die EU-Erweiterung die Entwicklung beeinflusse. Davon werde abhängen, ob es künftig Menschen mit Liebe zur Natur, zum Tier und zur Landwirtschaft geben werde, die deren immerwährende Funktion in der Volkswirtschaft wahrnehmen wollten. Wie wichtig die Sicherung gesunder Nahrungsmittel sei, habe sich nach Energiekrisen und Seuchengängen sehr deutlich gezeigt. Ebenso bestehe die Notwendigkeit die Kulturlandschaft durch Anbau und Pflege zu erhalten und zu gestalten. Die Schafhaltung sei die flächenintensivste Form der Bodennutzung mit Tieren und die arbeitsextensivste Form moderner Tierhaltung. Sie sei nach Großversuchen auch als Pflegeform auf Großflächen anerkannt worden. Sie stehe aber im mittleren bis unteren Bereich der Einkommensskala der Landwirtschaft. Das verlange Überlegungen, wie die ökologischen Vorteile ökonomisch abzusichern sind. Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Lammfleisch könnten die heimischen Schäfer wegen der Ausweitung der Märkte nicht mithalten. Gleichzeitig würden durch die Auflagen des Naturschutzes die Weideflächen eingeschränkt und die Zahl der Großschäfereien nehme ab. Diesen Widerspruch aufzulösen sei Aufgabe der Agrarpolitik, sagte Klaus Schönfeld.


Die Herde von Kurt Preisendörfer auf dem Gelände des Schäferhundevereins. Fotos: be


Bei der Übung "Schafe im Straßenverkehr".


Wolle spinnen ist gar nicht so einfach


Der Schlitzer "Hausschäfer" Kurt Preisendörfer (Mitte) mit Kollegen.


Zwei "Praktiker", reinrassige Deutsche Schäferhunde.


Der Vorsitzende der Vogelsberger Schafhalter, Klaus Schönfeld (re.) mit dem Vorstand des Landesvereins.

 

Zurück zum Inhalt

Zurück zur Übersicht