
Schlitz (hs). Der Halte einer Herde von Heidschnucken
konnte in dieser Woche bei der Visite seiner Tiere auf der Weide erstaunt
feststellen, dass ein Mutterschaf zum zweiten Male im Jahr 2000 ein Lamm geboren
hatte. Dies war der erste Fall seit er Heidschnucken züchtet, und es ist nicht
bekannt, dass so etwas schon einmal bei anderen Züchtern dieser Rasse bei uns
vorgekommen ist. Bei Schwarzkopfschafen, so war auf Anfrage zu erfahren, ist
eine Zweitgeburt in einem Jahr keine Seltenheit. Da die Heidschnucke in direkter
Linie zum Mufflon steht, und mehr Wild als Schaf ist, ist dieser Umstand
gleichzusetzen damit, als wenn ein Reh in einem Jahr zweimal Kitze setzt. Bei
den Wildschweinen sind Zweitgeburten vor zwei Jahren ebenfalls zum ersten Male
beobachtet worden. Diese Seltenheit oder Irritation der Natur ist wohl eher auf
äußerst gute Umweltbedingungen als auf das gegenwärtige Schaltjahr zurückzuführen.
(Foto: hs)
Gefunden am 23.08.2000 im Schlitzer Bote .