Feierliche Fahnenweihe in Breungeshain
Vereinsfahne für Schafhalter

Fähnrich Wolfgang Pschierer und Klaus Schönfeld mit der neuen Vereinsfahne der
Vogelsberger Schafhalter.Foto: gst
Breungeshain (gst).
Zum vierten Male hatte der "Schafhalterverein Vogelsberg" zum
"Tag des Schafes" eingeladen. Dabei stand neben der Präsentation der
Hütetechnik auch eine Fahnenweihe im Mittelpunkt des Geschehens. Aufgrund eines
Beschlusses aus der Jahreshauptversammlung wurde der Kauf einer Vereinsfahne
realisiert, die nach einem Gottesdienst, den Pfarrer Weik hielt, geweiht wurde.
Vorsitzender Klaus Schönfeld konnte im Laufe des Tages neben einem großen
Fachpublikum aus fast allen hessischen Schäfervereinen, auch viele Zuschauer
und besonders Gäste aus Politik und Naturschutzverwaltung begrüßen. Eine gute
Hütetechnik und ausgebildete Hunde sind Grundlage fur jeden erfolgreichen Schäfer.
Deshalb wurde auch das Hüten in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft zur
Zucht Altdeutscher Hütehunde durchgeführt. Als Richter fungierten Horst Bust,
Paul-Heinz Henkel und Ralf Bauer. Das Hüten fand unterhalb des Hoherodskopf in
der Gemarkung Schotten/Breungeshain auf den Weideflächen und mit der gepflegten
Merinolandschafherde der Schäferfamilie Karl-Heinz Konrad statt. Nach drei von
fünf Durchgängen wurde das Hüten zu einem Hirtengottesdienst mit anschließender
Fahnenweihe unterbrochen.
"Du Fahne der Schäfer, bist noch verhüllt, wir können nur ahnen der Schönheit
Bild. Lass deine Hülle jetzt fallen und zeige dich uns allen, so Klaus Schönfeld
im Verlaufe der Fahnenweihe, die er nach der Enthüllung an den Fähnrich des
Vereins, Wolfgang Pschierer, weitergab.
Die Fahne ist auf der Vereinsseite im Untergrund tannengrün, in Brillantsamt
ausgeführt und zeigt ein Schäfermotiv mit Schafen und beeinhaltet den
Leitspruch des Vereins "Schafe hegen - Landschaft pflegen". Die
Eckmotive sind mit dem Emblem des Hessischen Schafzüchterverbandes und dem
Vereinszeichen der Vogelsberger Schafhalter versehen. Auf der Heimatseite, der
Untergrund weinrot in Brillantsamt, ist als Motiv der Bismarckturm auf dem
Taufstein zu sehen. Weiterhin ist das Gründungsjahr und das Jahr der
Fahnenweihe vermerkt. In der unteren Ecke befindet sich das Hessenwappen mit
Krone.
Zur Weihe der neuen Fahne waren Fahnenabordnungen von den benachbarten Schäfervereinen
erschienen, die älteste Fahne von 1903 hatte der Schäferverein Hessen-Nassau
mitgebracht. Als Paten standen der Kurhessische Schäferverband mit Kreisschäfermeister
Paul-Heinz Henkel und der Schäferverein Hessen-Nassau mit Schäfermeister Ewald
Binzer zur Seite.
Im Anschluss an die Fahnenweihe stand der zweite Teil des Hüteprogrammes auf
dem Programm; anschließend folgte der Vortrag einer ausführlichen Hütekritik
durch Lehrschäfermeister Horst Bust. Die ersten drei Plätze belegten Heinrich
Elmsheuser, Günther Lutz und Jürgen Penner .
Sieger Heinrich Elmsheuser ist ein bewährter Hüteteilnehmer und zugleich
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde in
Hessen.