Wir, das sind meine Frau Anita und ich, züchten seit 1989 Skuddenschafe in brauner Färbung. Seit 1991 sind wir im Herdbuch. Wir sind Mitglieder im Hessischem-Schafzuchtverband, im Schafhalterverein Vogelsberg und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Unsere Flächen bestehen aus 15 ha. Grünland im Naturpark Hoher Vogelsberg. Davon sind ca. 5 ha Naturschutzgebiet, in denen wir Landschaftspflege betreiben (Bild 3). 

Die Herden setzen sich aus ca. 105 Muttern und Jährlingen (Bild 4) und einer Jährlingsbockherde (ca. 35 Stück) sowie ca. 15 Altböcken (Bild 1) zusammen.

Bockherden werden in festen Koppeln untergebracht die Mutterschafe stehen im Elektronetz oder werden gehütet. Die Hütehaltung betreiben wir mit Border-Collies. Zucht und Schlachttiere verkaufen wir ganzjährig in ausgesuchter Qualität. 

 

Widder

Aue

 

Rassebeschreibung

Die Skudde ist ein kleinrahmiges, ursprüngliches Landschaf. Sie ist das kleinste deutsche Schaf. Wegen Ihrer Anspruchslosigkeit eignet sie sich im Rahmen der Landschaftspflege besonders für Flächen mit geringem Nährstoffangebot unter rauhen Klimabedingungen. Durch ihr sehr geringes Gewicht entstehen auch bei der Koppelschafhaltung keine Trittschäden. Die kleinen Hufe und der Trippelschritt der Skudden ersetzen Wiesenwalze und Egge. Das durchschnittliche Körpergewicht liegt bei einer Widerrisshöhe von ca. 55 cm bei 45-55 Kilogramm bei den Böcken, Mutterschaf wiegen 40 bis 45 Kilo.

Das mischwollige Vlies ist weiß, schwarz oder goldbraun. Es kommen auch gescheckte Tiere vor, die aber für die Herdbuchzucht nicht gewünscht sind. 

Die Böcke haben stets schneckenförmige Hörner, die bei älteren Tieren bis zu 70 cm lang werden können. Muttern sind meist hornlos, es kommen aber auch Mutterschafe mit Sichelhörner oder Hornstummeln vor. Skudden haben auffallend kleine Ohren. Der keilförmige Kopf mit breiter Stirn hat einen schmalen Nasenrücken. Böcke haben eine leichte Ramsnase. Der mittelange tiefgestellte Rumpf geht in ein abfallendes Becken über. Die Beine sind kräftig, die Knochen fein, die Klauen zierlich und extrem hart. Eine regelmäßige Klauenpflege, ein bis zweimal pro Jahr ist jedoch angebracht. Kennzeichnend ist der kurze, oben bewollte, unten behaarte Schwanz. 

Die Skudde ist widerstandsfähig, anspruchslos und trotzdem fruchtbar. Da sie aassaisonal brünstig wird, sind zwei Lammungen im Jahr möglich. Gewöhnlich werden aber drei Lammungen in zwei Jahren angestrebt. Das Ablammergebnis liegt im Mittel bei ca. 140 Prozent. Das Geburtsgewicht liegt bei ca. 2,5 kg.

Herkunft / Verbreitung 

Ursprünglich war diese Rasse in Ostpreußen und im Baltikum verbreitet. Sie wurde in ihrem Ursprungsgebiet kaum züchterisch bearbeitet.
Der jetzige Bestand geht im wesentlichen auf Tiere zurück, die vor dem Ende des zweiten Weltkrieges aus Ostpreußen und Litauen nach Deutschland kamen.
Die Rasse ist stark vom Aussterben bedroht. 

 

Kontaktadresse:

Skuddenschäferei auf dem Vulkan (Europas größte braunfarbige Skuddenherde)
Herdbuchzucht
Wolfgang Pschierer
Herbsteiner Straße 23
36355 Grebenhain-Ilbeshausen
Telefon: 06643 / 1279
Mobil: 0171 / 5075771
email: wpschierer@aol.com

Den Weg zu uns finden Sie über www.reiseplanung.de (Der direkte Link wir leider nicht mehr unterstützt).

 

Wir züchten auch noch Border-Collies, Burenziegen und Zwergziegen.

Bilder der Herde:

Jährlinge im Naturschutzgebiet


Mutteschafherde mit Jährlingen


Mutterschafe bei der Landschaftspflege (Kurpark Hochwaldhausen)


Mutterherde mit Lämmern


Zuchtbock bei der Herde

 

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